Imagevideos zu Berufsbildern aus dem Bereich Werkstoffe im Bauwesen


Gastbeitrag von Kira Weise

Das im Folgenden beschriebene Projekt konnte durch das Förderprogramm „Studentische E-Learning Experten“ unterstützt werden. Dieses wiederum ist Teil des hessenweiten Projekts HessenHub – Netzwerk digitale Hochschullehre.

Die Aufgabe

Das Ziel unseres E-Learning-Projektes bestand darin, Imagevideos zu unterschiedlichen Berufsbildern aus dem Bereich Werkstoffe im Bauwesen zu erstellen. Die Videos sollen den Studierenden schon frühzeitig in ihrem Studium einen kleinen Einblick in mögliche zukünftige Berufsfelder ermöglichen und ihr Interesse für Vertiefungsrichtungen an unserem Institut wecken.

Umsetzung

Das Grundkonzept des E-Learning Vorhabens bestand darin, Menschen unterschiedlicher Berufe an ihrem Arbeitsplatz zu besuchen und sie bei ihren Aufgaben an einem typischen Arbeitstag zu begleiten. Die Videos sollen dem Zuschauer in möglichst kurzer Zeit einen kleinen Einblick in den charakteristischen Arbeitsalltag der einzelnen Personen gewähren.  

Zunächst wurden verschiedene und für dieses Vorhaben relevante Berufsbilder identifiziert. Der nächste Schritt bestand in der Akquise von dafür repräsentativen Unternehmen. Im Laufe des Jahres konnten neben dem eigenen Institut zwei weitere Unternehmen ausgemacht werden, die sich gerne an dem Projekt beteiligten. Die Ausarbeitung der Drehbücher fand in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten statt. Die Vorbesprechungen zur Erarbeitung der jeweiligen Grobkonzepte wurden größtenteils digital durchgeführt, der eigentliche Filmdreh fand dann jeweils an einem bzw. zwei Arbeitstagen vor Ort statt.

Das Ergebnis

Das Ergebnis unseres E-Learning Projektes sind drei Imagefilme zu drei verschiedenen Berufsbildern, die wir gerne im Folgenden kurz vorstellen.

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in

Für das erste Video wählten wir unser eigenes Institut aus und stellten das Berufsbild von wissenschaftlichen Mitarbeitern/innen vor. Diese Vorgehensweise ermöglichte es uns zum einen zunächst ohne die Abhängigkeit zu externen Unternehmen, ein geeignetes Format für unsere Imagevideos zu erproben. Zum anderen erhalten die Studierenden durch das Video nicht nur einen Einblick in den Berufsalltag als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in, sondern auch ein tieferes Verständnis der verschiedenen Bereiche unseres Institutes.

Bild von Rick Rieck: Kira Weise als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Werkstoffe im Bauwesen der TU Darmstadt.

Mitarbeiter/in im Bereich der Überwachung und Zertifizierung an der staatlichen Materialprüfungsanstalt Darmstadt

Im zweiten Video haben wir zwei Mitarbeiter der staatlichen Materialprüfungsanstalt Darmstadt (MPA) begleitet. Das Video wurde an zwei unterschiedlichen Tagen zum einen in den Büros der MPA und zum anderen für die Vorstellung der Vorgehensweise einer Fremdüberwachung direkt vor Ort in einem Transportbetonwerk gedreht. Für die Studierenden ist dieses Video neben der Vorstellung des Berufsbildes zudem auch durch praxisnahe Erklärungen der Eigen- und Fremdüberwachung von Betonwerken interessant.

Bild von Rick Rieck: Christina Nickol als Mitarbeiterin im Bereich der Überwachung und Zertifizierung an der staatlichen Materialprüfungsanstalt Darmstadt.

Qualitätsleiter/in in der Zementproduktion  

Für das dritte Video besuchten wir die Qualitätsleiterin im Werk Lengfurt von HeidelbergCement. Im Vergleich zu den ersten beiden Videos erhielten wir dadurch die Möglichkeit, einen exemplarischen Arbeitsalltag in einem Großkonzern kennenzulernen. Die Analysen im Labor sind dort zu einem großen Teil durch Roboter automatisiert, sodass das Video auch einen spannenden Einblick in die Automatisierung des Prüflabors gibt. 

Bild von Rick Rieck: Joan Uhlig als Qualitätsleiterin in der Zementproduktion bei HeidelbergCement.

Schwierigkeiten

Insbesondere die Kontaktaufnahme zu anderen Unternehmen war, verstärkt durch die Corona-Pandemie, sehr zeitintensiv und es konnten weniger Unternehmen mit ernsthaftem Interesse an einer Zusammenarbeit gewonnen werden als ursprünglich angedacht. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Videodreh vergingen für beide Videos mit externen Partnern mehrere Monate.

Eine weitere Schwierigkeit bestand darin, die Videos möglichst kurz zu halten. Die Videos wurden im Vorfeld in einem Gesamtkonzept geplant, welches die Berufsbilder möglichst umfassend darstellt. Die Inhalte waren jedoch anschließend sehr umfangreich und nachträglich beim Schneiden des Videos Gespräche zu kürzen, führte zu unklaren Erzählsträngen und unvollständigem Inhalt. Um möglichst kurze Imagefilme zu erzielen, müssen die Inhalte schon sehr kompakt im Vorfeld ausgearbeitet werden. Wir haben dafür mit den Beteiligten mehrere Vorgespräche geführt und gemeinsam Skripte für die Videos ausgearbeitet.

Einbindung in die Lehre 

Die Imagefilme werden zum einen allen Studierenden und Interessierten auf unserer Institutshomepage zur Verfügung gestellt (https://www.wib.tu-darmstadt.de/wib_studium/wib_berufsbilder/index.de.jsp und https://www.wib.tu-darmstadt.de/wib_start/wib_multimedia/index.de.jsp). Zudem sollen sie gezielt in der Lehrveranstaltung „Werkstoffe im Bauwesen“ im Bachelorstudium der Bauingenieure eingesetzt werden, um den Studierenden möglichst frühzeitig einen Einblick in mögliche Berufsbilder aufzuzeigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.