Wie gelingt die Aktivierung in Online Live-Formaten?


In der aktuellen Zeit der Online-Lehre wird eine Fragestellung immer häufiger aus den Reihen der Lehrenden gestellt: „Wie schaffe ich es die Studierenden zu aktivieren? Wie komme ich mit ihnen in Kontakt?“

Aus hochschuldidaktischer Sicht ist dies zunächst keine neue Fragestellung. Im Zuge der aktuellen Umstellung auf 100% Online Lehre jedoch schon. Die bisherigen auf reale Präsenz basierenden Methoden scheinen so gar nicht mehr zu passen, vor allem im Kontext der Empfehlung möglichst asynchron zu lehren, also zeitlich flexibel mit Hilfe passender Online-Materialien und -aktivitäten. Der damit verbundene Verlust der direkten Begegnung mit den Studierenden führt zu Unsicherheiten auf Seiten der Lehrenden.
Die vermeintliche Lösung synchron in Online Live-Formaten zu unterrichten, schafft jedoch ebenso keine wirkliche Befriedigung – bleiben auch hier direktes Feedback,  fühlbare Stimmungen rund um die Lehrsituation oder gar gewünschte Diskussion mit den Studierenden aus den unterschiedlichsten Gründen aus.
 

Was also tun? Wie gelingt die Aktivierung innerhalb der Online Lehre?     

Der Artikel „Mind the Gap – Aktivieren statt belehren“ von Ulrike Hanke und Stephan Holländer gibt konkrete praktische Tipps zur Aktivierung von Studierenden während Online Live Formaten.

Die vorgestellten Tipps beziehen sich auf die synchronen, digitalen Präsenzphasen. Dabei werden Methoden für die Phase des Kennenlernens, des Vertiefens und Sichern von Vorkenntnissen bzw. neuem Wissen sowie zum Abschließen einer Lehrveranstaltung vorgestellt.

Die beschriebenen Methoden haben Praxisbezug und können direkt oder in persönlich abgewandelter Form in das eigene Lehrkonzept eingebunden werden. Dabei wird deutlich, dass sich synchrone oder asynchrone Lehre nicht gegenseitig ausschließen, vielmehr die Kombination daraus gewinnbringend sein kann.

Ein mögliches Umdenken in Bezug der linearen zeitlichen Abfolge, der Länge von synchronen Lehrphasen sowie deren direkte inhaltliche Abstimmung auf die asynchronen Phasen sind notwendige Aspekte um damit die gewünschte Aktivierung der Studierenden anzuregen und im Idealfall zu erreichen.  

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