E-Teaching Award / Web 2.0 an der TUD


Die verschiedenen Fristen für den E-Teaching Award 2008 sind nun abgelaufen und wir haben insgesamt 10 Bewerbungen für die Kategorien „best practice“ (7) und „best concept“ (3) vorliegen. Die Projekte verfolgen sehr unterschiedliche Zielsetzungen und setzen ebenso unterschiedliche Techniken ein. Hieran wird wieder einmal deutlich, dass die einzelnen Fächer und Veranstaltungsformen ganz unterschiedliche „Probleme“ haben, für deren Lösung E-Learning eingesetzt werden kann und daher so etwas wie „E-Learning in der Hochschullehre“ kaum für eine qualifizierte Kennzeichnung von irgendwas taugt.

Dies ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen, aber kürzlich rief eine Journalistin vom hr im elc an und wollte wissen, wieviel von den Lehrenden der TUD denn Web 2.0-Technologien in der Lehre einsetzen. Ich wusste erst mal keine Zahl zu nennen und habe dann ein wenig recherchiert. Tatsächlich ist es nicht so einfach, dies zu dokumentieren. Nicht nur, dass auch das elc nicht genau weiß, was die Lehrenden alles so an E-Learning machen, da es keine „E-Learning Meldepflicht“ gibt und die Institute und Fachgebiete viele Systeme verwenden, die nicht zentral vom elc betreut werden (die Erhebungen zu E-Learning in den Fachbereichen sollen diesem Informationsdefizit abhelfen. Bisher gab es in dem Fragebogen aber kein Item „Web 2.0“). Da unter Web 2.0-Technologien gerade Webservices fallen, die nicht auf Servern der Domain tu-darmstadt.de gehostet werden, ist die Suche erschwert. Gegebenenfalls auf Instituts- oder Fachgebietsservern selbst gehostete Wikis und Weblogs sind ja nur ein kleiner Teil von „Web 2.0-Verwendung in der Lehre“ . Und schließlich – man kann es nicht oft genug betonen – sagen solche Zahlen natürlich gar nichts über Intensität, didaktische Zielsetzung und zu erwartende oder tatsächliche Lernförderlichkeit der Nutzung dieser Techniken aus, denn es geht nicht allein um Techniken, sondern um die Praktiken, die mit diesen Techniken ausgeübt werden. Auch „Web 2.0 in der Hochschullehre“ ist daher eigentlich nur eine große Grabbelkiste.

Um zum E-Teaching Award zurück zu kommen: Von den 10 eingereichten Bewerbungen haben 4 in irgendeiner Weise mit Web 2.0-Technologien zu tun ;-). Verwendet wurden: Wiki, RSS, Videosharing, Weblog, webbasiertes Bookmarking- und Annotationswerkzeug.

In der Kategorie „student-proof“ sind 27 Nominierungen von studentischer Seite eingegangen. Das klingt wenig, ist aber sehr zufriedenstellend, wenn man bedenkt, dass die studentische Jury das in kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat.

In allen Kategorien wird nun die jeweilige Jury die nominierten Lehrenden zu einem Präsentationstermin einladen und schließlich die Preisträger auszuwählen haben. Die Preisverleihung findet übrigens am 12. November 2008 ab 16 Uhr durch die Vizepräsidentin Prof. Dr. Petra Gehring im Anschluss an den 6. Darmstädter E-Learning-Tag statt.

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